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Wirkung der Erhöhung des Ethylengehalts in EPM-Kautschuk

 

Bei Buna® EP kann die Verteilung des Comonomers Propylen von regellos bis alternierend variieren. Wenn die Ethylen- und Propylengehalte in etwa gleich sind, sind beide Monomere gleichmäßig innerhalb des Polymermoleküls verteilt, was bedeutet, dass der Kautschuk amorph ist.

 

Beträgt der Ethylengehalt mehr als etwa 65 Gew.-%, dann bilden sich Ethylensequenzen in zunehmender Anzahl und Länge. Diese Sequenzen können Kristallite bilden. Propylen unterbricht lange Ethylensequenzen und hindert sie daran, zu kristallisieren:

  • Bei niedrigen Propylengehalten (unter 35 Gew.-%) liegt eine geringe Kristallinität vor, die dem EPM eine gute Grünfestigkeit verleiht.
  • Bei hohen Propylengehalten (über 50 Gew.-%) befinden sich in der Polymerkette nur kurze Ethylensequenzen, so dass keine Kristallinität vorliegt.

 

Im Vulkanisat führt eine höhere Kristallinität des Polymers zu einer besseren Zugfestigkeit und höheren Härte, aber zugleich auch zu einem höheren Druckverformungsrest bei niedrigen Temperaturen.

Zu den weiteren Wirkungen einer Erhöhung des Ethylengehalts gehören:

  • Verbesserte Kalt-Grünfestigkeit
  • Gute Extrudierbarkeit
  • Hohe Zugabemengen für Füllstoffe und Weichmacher


Buna ist in vielen Ländern der Welt ein eingetragenes Warenzeichen.